Bereits Anfang des Monats hatte Google von einer Sicherheits-Webseite, die sich mit Android-Apps befasst, Hinweise auf allzu neugierige Elemente in diversen Apps auf dem Android Marketplace erhalten. Die mit Trojanern versehenen Apps wurden von Google umgehend aus dem Marketplace entfernt – nun wurden auch die infizierten Smartphones von Google “bereinigt”.
Ja, Google kann auf Android-Smartphones zugreifen – in Form eines “Remote Kill Switches”, einer Routine, um ferngesteuert Apps von Smartphones zu löschen. Was manchem Datenschützer kalte Schauer über den Rücken laufen lassen dürfte, ist schon längst gängige Praxis sowohl im Software- als auch im Hardware-Sektor und hat sich zumindest in diesem Falle als nützlich erwiesen: die infizierten Apps konnten von den über 250.000 Smartphones gelöscht werden. Gleich mehrere Apps wie Super History Eraser, Photo Editor, Falling Down, Super Guitar Solo, Super Ringtone Maker und Super Sex Positions haben unerlaubt Daten gesammelt und “nach Hause telefoniert” – Daten wurden, nachdem sich die Apps über einen Android-Bug selbst Root-Rechte verliehen haben, an fremde Server geschickt. Betroffen hiervon waren bislang alle Android-Versionen bis einschließlich 2.2.2.
Google erteilte den betreffenden Android-Entwicklern Hausverbot im Marketplace und erstattete Strafanzeige, nachdem mit dem Toolkit “Android Market Security Tool March 2011″ ein Programm zur Verfügung gestellt wurde, das auch die letzten Spuren der infizierten Apps beseitigt.



















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